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M-V: Die Potenziale Schwerbehinderter nicht ignorieren
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- Veröffentlicht am Mittwoch, 25. April 2012 11:58
- Geschrieben von Ralf Sondermeyer
Silke Gajek begrüßt die Aussagen von Margit Haupt-Koopmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit und Brigitte Lampersbach vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, anlässlich der heutigen Fachtagung zum Projekt Job4000 „Potenziale entdecken – Chancen nutzen" in Schwerin.
„Da die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern einem Fachkräftemangel
entgegensieht, ist es an der Zeit, sich diesem zu stellen und auch neue Wege zu beschreiten", betont Silke Gajek, sozialpolitische Sprecherin der
Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. In Mecklenburg-Vorpommern gehen die Zahlen der Arbeitslosen mit Schwerbehinderungen kaum zurück. Dabei ist die Qualifikationsstruktur der arbeitslosen Menschen mit Behinderungen im Nordosten Deutschlands vergleichsweise gut. 78 Prozent von ihnen weisen eine betriebliche oder schulische Ausbildung vor. „Dieses Potenzial muss endlich genutzt werden", so Silke Gajek.
Allerdings reichen nur Worte nicht aus. „Bei den heute geäußerten Zahlen, inwieweit die Zielstellungen des Projektes Job4000 bereits übererfüllt worden sind, stellt sich die Frage, ob nicht von vornherein eine höhere Vermittlungsquote von Menschen mit schweren Behinderungen in eine erfolgreiche Berufsausbildung oder den ersten Arbeitsmarkt hätte angestrebt werden können."
Die immer wieder kehrende Argumentation, dass bei über 85 Prozent der Menschen ihre Behinderung nicht sichtbar ist, sei dabei mehr als überflüssi. „Bei der Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt geht es nicht darum, dass diese möglichst unauffällig oder gar stromlinienförmig agieren. Ihre Fähigkeiten stehen im Vordergrund", argumentiert Silke Gajek


