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Politologe Butterwegge zieht vernichtende Bilanz der Hartz-Reformen

Der Kölner Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge geht mit den vor zehn Jahren eingeleiteten Arbeitsmarktreformen hart ins Gericht. Trotz des damals entstandenen Mottos "fordern und fördern" sei der Gedanke des Förderns untergegangen. "Ich behaupte, man wollte die Arbeitslosen gar nicht fördern. Man wollte sie nur fordern, um nicht zu sagen, überfordern", sagte Butterwegge der Nachrichtenseite n-tv.de am Dienstag.

Als bedenklich bezeichnete Butterwegge die mit den Hartz-Reformen verbundenen Verschiebungen im Wertekanon der Gesellschaft. Selbst ein Diplomingenieur, der jahrzehntelang gut verdiente, bekomme nach einer kurzen Schonfrist so wenig wie ein Mensch, der noch nie gearbeitet habe. Daher sei das Risiko, in Armut zu fallen, heute deutlich höher als vor Hartz IV, urteilte Butterwegge.
Scharf kritisierte er, dass die Arbeitslosenstatistik immer weiter "frisiert" werde: "Da wird mit statistischen Taschenspielertricks gearbeitet, um das Elend zu beschönigen."
Quelle: Ntv.de

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