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Pflege: Qualitativ hochwertige Versorgung sicherstellen

Eigentlich sollte sich die Gesellschaft eines Landes um die Mitglieder ihrer Selbst kümmern, die nicht in der Lage sind, dies zu tun. Damit geht natürlich ein hoher Aufwand unterschiedlicher Arten einher. Genannt seien hier nur mal, die Logistik, das Finanzielle und natürlich das Personelle. Bedenkt man nun, dass wir alle älter werden und in einigen Jahren die über 60-Jährigen einen Großteil der Bevölkerung stellen, muss man sich doch fragen: „Wie kümmern wir uns um sie?“

 

Im Hinblick auf den Fakt, dass wir alle älter werden, ist es zunächst mal, wie von unterschiedlichen Organisationen gefordert, notwendig, städtebautechnisch neue Wege zu gehen, was unter anderem barrierefreie Innenstädte bedeuten würde. Weiterhin steht natürlich ein Problem im Raum: „Wie versorgen wir den Teil der Bevölkerung, der nicht mehr in der Lage ist, dies selbstständig zu tun?“

 

Die Antwort ist eigentlich einfach. Wenn sich der Bevölkerungsteil nicht um sich selbst kümmern kann, müssen Menschen eingestellt werden, die sie pflegen. „Eine verstärkte Unterstützung professioneller Pflegekräfte ist“, laut des Präsidenten des Sozialverbandes Deutschland, Adolf Bauer, „angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen unerlässlich. Insbesondere der Blick auf die zunehmende Zahl demenzieller Erkrankungen führt die hohe Bedeutung von Fachkräften in diesem Bereich deutlich vor Augen.“

 

Eine weitere Problematik stellt sich in der Bezahlung dar. Allein schon die Ausbildung von guten Pflegekräften müsste eigentlich zu Buche schlagen, wenn man bedenkt, was eine Pflegekraft eigentlich alles zu erledigen in der Lage sein muss. Auch die Verantwortung, die diese Kräfte tragen, müsste sich logischerweise finanziell bemerkbar machen, ebenso die Leistung, die sie erbringen. Dem ist aber oftmals nicht so.

 

Präsident Bauer erklärt dazu: „Pflegefachkräfte leisten Schwerstarbeit für einen oftmals sehr geringen Lohn.“. Weiterhin warnt er: „Die Gefahr, dass durch dieses offenkundige Missverhältnis die Qualität in der Pflege leidet, steigt deutlich. Notwendig sind neben einer angemessenen Bezahlung zudem eine bessere arbeitsrechtliche Unterstützung sowie mehr gesellschaftliche Anerkennung des Pflegeberufes insgesamt. Hierfür bedarf es eines Kraftaktes von Politik, Einrichtungen und Diensten.“

 

Quelle: Sozialverband Deutschland (SoVD)

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