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Die Angst isst mit - Umfrage: Deutsche fürchten in Lebensmitteln vor allem externe Schadstoffe - Angst vor gentechnischen Veränderungen und chemischen Zusätzen gestiegen
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- Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Februar 2012 19:08
- Geschrieben von Kevin Alexander Kath
Ein Blick in die Nachrichten – und schon kann der Appetit auf Nahrungsmittel verdorben sein. Das liegt zum einen an der mitunter etwas reißerischen Aufmachung diverser Nachrichtenquellen, im Print- und Non-Print-Bereich (sprich gedruckt oder nicht gedruckt), zum Anderen natürlich auch an den Fakten als solchen. Im aktuellen Lebensmittelskandal um mit Antibiotika behandeltes Geflügel, welches letztlich eine Resistenz gegen Antibiotika auslösen kann , liegt es in der Natur der Sache, dass man den Genuss eines Putenschnitzels momentan etwas kritisch sieht.
Eine repräsentative Umfrage, welche die GfK Marktforschung Nürnberg bei 1956 Personen ab 14 Jahren im Auftrag der „Apotheken Umschau“ durchführte, zeigte, dass mit 54 % ein Großteil der Bundesbürger „vor allem externe Schadstoffe wie Umweltgifte, Düngemittelrückstände oder Pflanzenschutzmittel in ihrem Essen“ fürchten.
Weiterhin fürchten 53,8 % der Befragten Antibiotika oder Hormone in ihrem Essen, 52,5 % krebserregende Stoffe und 50,7 % genetische Veränderungen. Die Angst vor Krankheitserregern (Salmonellen, Colibakterien oder das inzwischen bekannte EHEC) wird von 50,5 % der Befragten geteilt.
Es gibt auch einen geschlechtlichen Unterschied – so haben laut Umfrage die Frauen mehr Angst vor den möglichen gesundheitlichen Konsequenzen des Essensgenusses, als Männer. Das Magazin berichtet dabei von folgenden Zahlen: „(externe Schadstoffe: +9,0 Prozentpunkte; Antibiotika, Hormone: +12,3 Prozentpunkte; gentechnische Veränderungen: +9,9 Prozentpunkte, chemische Zusätze: +11,8 Prozentpunkte)“
14,4 % der Männer – damit jeder Siebte – gibt an, dass er keinerlei Gesundheitsgefahren befürchte, eine Einstellung, die er mit 8,3 % der Frauen, also jeder zwölften Frau, teilt.
Weiterhin stellte sich heraus, dass im vergleich zu 2007, die Angst vor genetischen Veränderungen um 6,1 Prozent gestiegen ist. Damals lag sie bei 44,6 Prozent, heute bei 50,7%. Vor allem die Angst, dass sich im Essen chemische Zusätze, beispielsweise Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe, befinden, stieg von 37,0% auf 46,9 % und damit um 9,9%.
Vor Gammelfleisch oder Tierseuchen haben die Befragten allerdings prozentual weniger Angst. Fürchteten sich 2007 noch 60,9 Prozent, dass sie versehentlich Gammelfleisch konsumierten, trifft dies heute „nur“ noch auf 46,2 % zu. Dies sind 11,7 % „Angstrückgang“. Um 11,4 Prozent sank die Angst, Fleisch zu sich zu nehmen, das mit BSE, Vogelgrippe oder Schweinepest verseucht sein könnte. 2007 fürchteten dies 46,4 %, 2011 „nur“ noch 35 %.
Quelle: Apotheken Umschau


